Finom Geschäftskonto: Test & Erfahrungen

4.2 / 5
Beste Wahl für Rechnungsstellung im Konto

Finom bündelt Geschäftskonto, Rechnungsstellung und Buchhaltungs-Schnittstellen. Der Einstieg ist kostenlos — die Abrechnung folgt allerdings einer ungewöhnlichen Logik.

Christoph Ballmer Erstellt und geprüft von Christoph Ballmer
Ab
kostenlos
Typ
Fintech
IBAN
Deutsche IBAN (DE)
Gratis-Tarif
ja
Konto in Gründung
ja
Unterkonten
ja

Tarife & Kosten

Solo
0 € / Monat
Kostenlos, 2.500 € Freivolumen/Monat
Buchungen je nach Tarif · 1 Karte inkl.
Basic
8 € / Monat
25.000 € Freivolumen/Monat
Buchungen je nach Tarif · 4 Karten inkl.
Smart
19 € / Monat
50.000 € Freivolumen/Monat
Buchungen je nach Tarif · 13 Karten inkl.
Core
38 € / Monat
100.000 € Freivolumen/Monat
Buchungen je nach Tarif · 23 Karten inkl.

Konditionen im Detail

KontotypFintech
IBANDeutsche IBAN (DE)
EinlagensicherungKonto über Finom Payments B.V. (niederländisches E-Geld-Institut, DNB-Lizenz). Kundengelder werden getrennt verwahrt (Safeguarding) — es greift keine deutsche Einlagensicherung.
KartenDebit-Karte
BargeldBareinzahlung ist nicht möglich; Abhebungen sind je nach Tarif limitiert (ca. 500 € im Solo-Tarif).
Unterkontenja
BuchhaltungRechnungsstellung integriert, DATEV, sevDesk & Lexware Office, E-Rechnung
Konto in Gründungja (Kapitaleinzahlung möglich)
Geeignete RechtsformenFreiberufler, Einzelunternehmen, GbR, UG, GmbH

Finom im Test

Finom richtet sich an Selbstständige und kleine Unternehmen, die Konto und Rechnungsstellung nicht trennen wollen. Angebote und Rechnungen entstehen direkt in der Oberfläche, E-Rechnungen werden unterstützt, und für die Übergabe an den Steuerberater stehen Schnittstellen zu DATEV, sevDesk und Lexware Office bereit.

Der wichtigste Unterschied zu den meisten Wettbewerbern steckt im Preismodell: Finom zählt keine einzelnen Buchungen, sondern das ausgehende Überweisungsvolumen pro Monat. Im kostenlosen Solo-Tarif sind 2.500 € frei, im Basic-Tarif 25.000 €, im Smart-Tarif 50.000 €. Über dem Freibetrag berechnet Finom einen Prozentsatz auf den übersteigenden Betrag — 0,3 % im Solo-Tarif, deutlich weniger in den Bezahlplänen.

Für kleine Umsätze ist das günstig, für wachsende Betriebe wird es schnell zum Rechenspiel: Wer im Solo-Tarif monatlich 12.000 € überweist, zahlt auf die 9.500 € über dem Freibetrag rund 29 € — mehr als der Basic-Tarif kosten würde. Die Tarifwahl sollte man deshalb am tatsächlichen Zahlungsvolumen ausrichten, nicht an der Zahl der Rechnungen.

Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Einordnung: Finom wickelt das Konto über die niederländische Finom Payments B.V. als E-Geld-Institut ab. Die Gelder werden getrennt verwahrt, eine deutsche Einlagensicherung greift jedoch nicht. Und Bargeld spielt praktisch keine Rolle — einzahlen geht nicht. Die deutsche IBAN und das Gründungskonto für GmbH und UG sind dafür Standard. Konditionen Stand 09/2026, ohne Gewähr.

Das spricht dafür

  • Kostenloser Solo-Tarif mit deutscher IBAN und integrierter Rechnungsstellung
  • Konto für Unternehmen in Gründung inklusive Einzahlung des Stammkapitals
  • Schnittstellen zu DATEV, sevDesk und Lexware Office; E-Rechnung wird unterstützt
  • Unterkonten mit eigener IBAN ab dem Basic-Tarif

Das spricht dagegen

  • Abgerechnet wird nach Überweisungsvolumen: im Solo-Tarif sind nur 2.500 €/Monat frei, darüber fallen 0,3 % an
  • Als niederländisches E-Geld-Institut greift keine deutsche Einlagensicherung — die Gelder werden getrennt verwahrt
  • Bareinzahlungen sind ausgeschlossen, Abhebungen eng limitiert

Für wen sich Finom eignet

Nach unserer Bewertung ist Finom die Rechnungsstellung im Konto. Geeignet ist das Konto für folgende Rechtsformen: Freiberufler, Einzelunternehmen, GbR, UG, GmbH. Wie sich Finom gegen die übrigen Anbieter schlägt, zeigt der Geschäftskonto-Vergleich; die genauen Jahreskosten lassen sich mit dem Kosten-Rechner ermitteln.

Passende Ratgeber je Rechtsform: Geschäftskonto Freiberufler, Geschäftskonto Selbstständige, Geschäftskonto GmbH, Geschäftskonto UG (haftungsbeschränkt), Geschäftskonto GbR, Geschäftskonto Kleinunternehmer, Geschäftskonto Einzelunternehmer, Geschäftskonto Kleingewerbe.

Häufige Fragen zu Finom

Ist Finom wirklich kostenlos?

Der Solo-Tarif kostet keine Grundgebühr und enthält ein monatliches Überweisungsvolumen von 2.500 €. Darüber berechnet Finom 0,3 % auf den übersteigenden Betrag. Wer mehr überweist, fährt mit Basic (8 €, 25.000 € frei) meist günstiger. Stand 09/2026, ohne Gewähr.

Wie sicher ist mein Geld bei Finom?

Finom ist keine Bank, sondern ein niederländisches E-Geld-Institut (Finom Payments B.V., DNB-Lizenz). Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt. Die deutsche gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € greift hier nicht — ein Unterschied zu Konten bei Vollbanken.

Kann ich mit Finom eine GmbH gründen?

Ja. Finom bietet ein Konto für Unternehmen in Gründung an, über das sich auch das Stammkapital für GmbH und UG einzahlen lässt.

Allgemeine Information, keine Anlage- oder Steuerberatung. Konditionen geprüft: 09/2026; maßgeblich sind die Angaben des Anbieters. Alle Angaben ohne Gewähr.

Weitere Geschäftskonten im Test

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