Candis automatisiert den Rechnungseingang: Belege werden per KI erfasst, vorkontiert, freigegeben und an DATEV übergeben. Das Tool spielt damit in einer anderen Kategorie als lexoffice oder sevDesk — wir ordnen ein, für wen es gebaut ist.
Tarife & Kosten
Preise i. d. R. netto, günstigste Konditionen oft bei jährlicher Zahlung. Stand: 08/2026, ohne Gewähr.
Funktionen
- KI-/OCR-Rechnungserfassung
- Freigabe-Workflows
- Lernende Vorkontierung
- DATEV- & ERP-Export
- Firmenkreditkarten
- Vertrags- & Dokumentenmanagement (GoBD)
Candis im Test
Candis ist eine Berliner Software für Rechnungseingangs-Automatisierung — und der wichtigste Satz vorweg: Es ist bewusst keine Komplett-Buchhaltung. Rechnungen schreiben, EÜR oder Umsatzsteuer-Voranmeldung übernimmt Candis dem Nutzer gerade nicht. Stattdessen digitalisiert es den kompletten Rechnungseingang: Belege kommen per E-Mail-Import oder Upload herein, die KI liest sie aus, prüft Pflichtangaben nach §14 UStG, erkennt Dubletten und schlägt die Kontierung vor.
Die Stärke liegt im Zusammenspiel mit der bestehenden Buchhaltung. Als lizenzierter DATEV-Schnittstellenpartner exportiert Candis nach DATEV Unternehmen online und DATEV Rechnungswesen — inklusive Stammdaten, Buchungstexten und automatischen Rückstellungen. Dazu kommen Freigabe-Workflows mit Betragsgrenzen, Firmenkreditkarten, Vertragsmanagement und GoBD-konforme Ablage. E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) werden empfangen und validiert.
Die Zielgruppe ist klar der Mittelstand: Die Tarife starten bei 389 €/Monat (Basis), skalieren über Plus (599 €) bis Max (789 €) nach Belegvolumen — Nutzer und Gesellschaften sind in allen Paketen unbegrenzt. Für Holdings mit mehreren Firmen ist das attraktiv, für Solo-Selbstständige spielt das Tool preislich und funktional in einer anderen Liga als lexoffice oder sevDesk.
Auf Bewertungsportalen schneidet Candis stark ab (OMR 4,5/5, Capterra 4,8/5), gelobt werden Automatisierung, Bedienung und Support; als Schwäche gilt vor allem der Preis für kleinere Unternehmen. Unser Fazit: Wer eine eigene Buchhaltung oder einen Steuerberater hat und monatlich viele Eingangsrechnungen verarbeitet, bekommt hier eines der ausgereiftesten Werkzeuge am deutschen Markt. Preise Stand 08/2026, ohne Gewähr.
Das spricht dafür
- KI-Erfassung mit Vorkontierung, Dublettencheck und §14-UStG-Prüfung nimmt der Buchhaltung die Handarbeit ab
- Lizenzierter DATEV-Schnittstellenpartner — Export nach DATEV Unternehmen online und Rechnungswesen inklusive Rückstellungen
- Alle Tarife mit unbegrenzten Nutzern und Gesellschaften — auch für Holdings mit mehreren Firmen
- Mehrstufige Freigabe-Workflows mit Betragsgrenzen bringen Ordnung in den Rechnungseingang
Das spricht dagegen
- Preisklasse ab 389 €/Monat — kalkuliert für den Mittelstand mit hohem Belegvolumen
- Erstellt selbst keine Buchhaltung: EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Rechnungsstellung laufen woanders
- Endpreis skaliert mit dem Belegvolumen und steht erst nach Anfrage fest
Für wen sich Candis eignet
Nach unserer Bewertung ist Candis die Rechnungseingang im Mittelstand. Wie sich Candis gegen die übrigen Programme schlägt, zeigt der Buchhaltungssoftware-Vergleich. Wer Buchhaltung und Konto verbinden möchte, findet im Geschäftskonto-Vergleich passende Konten mit Schnittstelle.
Häufige Fragen zu Candis
Ist Candis eine Buchhaltungssoftware wie lexoffice oder sevDesk?
Candis automatisiert den Rechnungseingang (Erfassung, Freigabe, Vorkontierung, DATEV-Export) — die eigentliche Buchhaltung inklusive EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Rechnungsstellung läuft beim Steuerberater oder in der eigenen Finanzbuchhaltung. Die beiden Kategorien ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.
Was kostet Candis?
Die Tarife starten bei 389 €/Monat (Basis), darüber Plus ab 599 € und Max ab 789 € — die „ab"-Preise skalieren mit dem Belegvolumen, Nutzer und Gesellschaften sind unbegrenzt. Es gibt eine 30-tägige kostenlose Testphase. Stand 08/2026, ohne Gewähr.
Für wen lohnt sich Candis?
Für Unternehmen ab dem gehobenen KMU-Segment mit eigener Buchhaltung oder Steuerberater und vielen Eingangsrechnungen pro Monat — typischerweise GmbHs, Gruppen und Holdings. Wer vor allem Rechnungen schreiben und die EÜR erledigen will, ist bei klassischer Buchhaltungssoftware besser aufgehoben.
Allgemeine Information, keine Steuerberatung. Konditionen geprüft: 08/2026; maßgeblich ist der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
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